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2. Liga: Diese Leistung macht Lust auf mehr – Othmarsingen gewinnt zum Start gegen die Eagles Aarau mit 4:1

Das war eine reife Leistung.

Ohne  grosses  Federlesen  holten die Bünztaler die «Adler» aus der Kantonshauptstadt vom Himmel.  Der  Neo-Othmarsinger Aleksandar Lukovic traf dreimal.

Eigentlich konnten die Othmarsinger dieses Spiel gar nicht gewinnen. Sie mussten aus verschiedensten Gründen auf rund zehn potenzielle Stammspieler verzichten – auch Torgarant «Heiri» Murati fehlte – und traten deshalb mit einer extrem jungen Truppe an. In der Startformation stand mit Verteidiger Jeremy Specker ein 16-jähriger Jungspund, und Rückkehrer Dölf Bieri feiert am kommenden  Freitag erst seinen 18. Geburtstag.
Auf der Bank sassen unter anderen der 17-jährige Florent Palushi und der 16-jährige Dominique Neuhaus. «Es ist ein Wahnsinn, was meine Jungs heute geleistet haben», freute sich Trainer Beat Dünki nach dem Schlusspfiff unter der sengenden Sommersonne.

Der überraschende Erfolg hat drei Säulen. Im Tor stand mit dem 31-jährigen Routinier Roger Küng die defensive Lebensversicherung, im Mittelfeld zog Bieri in seinem ersten Spiel für Othmarsingen seit der Rückkehr aus Zürich magistral die Fäden und lancierte die Offensive immer wieder mit idealen Zuspielen. Und vorne bewies Stürmer Aleksandar Lukovic den richtigen Riecher und stand dreimal goldrichtig. Lukovic, letzte Saison noch beim FC Wohlen, erzielte fünf Minuten vor der Pause das wichtige 1:0 und entschied nach Markajs Penaltytreffer zum 2:0 mit dem dritten Othmarsinger Tor nach 61 Minuten die Partie endgültig. Vier Minuten nach Lukovic drittem persönlichem Tor zum 4:0 nahm Trainer Dünki seinen Knipser vom Feld. Grund: Lukovic liess sich das eine oder andere Mal von Gegenspielern provozieren und «war nahe an einem Platzverweis», so Dünki.

Die Schlussphase als Warnung:

Natürlich wachsen die Bäume auf der Falkenmatt nach der sonntäglichen Gala noch nicht in den Himmel. Der verunglückte Auftritt in den letzten zehn Spielminuten soll als Warnung vor den nächsten, schwierigen Aufgaben dienen. Statt konsequent den fünften Treffer zu suchen, verloren sich die Bünztaler zuweilen in Non- chalance und kassierten völlig unnötig den Gegentreffer zum Schlussresultat von 4:1. Abgesehen von diesem Lapsus dürfen Dünki und sein Team stolz auf dessen Leistung sein. Eine Leistung notabene, die mehr Zuschauer verdient hätte als jene 100, die vorgestern vor Ort waren.

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